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DEUTSCH-INDISCHE GESELLSCHAFT Berlin e.V.

Kultur


Die Sihks und deren Gurdwara

Was Kirche für die Christen, Moschee für die Moslems, Mandir für die Hindus oder Synagoge für die Juden, ist GURDWARA für die Sikhs.Was Kirche für die Christen, Moschee für die Moslems, Mandir für die Hindus oder Synagoge für die Juden, ist GURDWARA für die Sikhs.

Die Sikh-Religion ist eine der jüngsten Weltreligionen. Es gibt etwa 23 Millionen Sikhs weltweit, davon etwa 80 % in Indien, überwiegend im Punjab. Die Wanderlust der Sikhs verstreute sie nicht nur in alle Ecken Indiens, sondern auch in alle Himmelsrichtungen der Erde. Es gibt Sikh-Gemeinden überall von Finnland bis zu den Fidschi-Inseln und von Australien bis Alaska. Ein großer Teil der Diaspora-Sikhs ist jedoch in den USA, in Kanada und England beheimatet. Überall, wo Sikhs leben, gibt es "GURDWARAS" auch "GURUGHAR" oder "HARIMANDAR" (Gotteshaus) genannt. Das Zentral-Heiligtum der Sikhs, das SRI HARIMANDIR SAHIB auch DABAR SAHIB oder GOLDEN TEMPLE genannt, ist in Amritsar, Nordindien, fast an der Grenze zu Pakistan.

Der Grundstein für den GOLDEN TEMPLE wurde von einem zeitgenössischen moslemischen Heiligen - Hazrat Mian Mir aus Lahore im Jahre 1588 gelegt. Im Jahre 1604 wurde das Heilige Buch der Sikhs "GURU GRANTH" in Harimandar als Altar aufgestellt und seitdem gibt es täglich Gottesdienst mit Singen der Hymnen ("GURBANI") von morgens 03.00 Uhr bis nachts 23.00 Uhr. In diesen fast 400 Jahren gab es nur drei kurze Unterbrechungen in den Jahren 1762, 1773 und 1984, als die Truppen der Zentralregierung den Tempel besetzten und beschädigten. Die Sikhs hatten den Tempel schnell wieder befreit, aufgebaut und den Gottesdienst fortgesetzt. Der Goldene Tempel von Amritsar hat vier Eingangstüren, eine in jede Himmelsrichtung, symbolisch dafür, dass Menschen aus allen Richtungen, aller Glauben, Klassen oder Kasten hier willkommen sind. Niemandem wird hier der Eintritt verwehrt.

GURU GRANTH, die Sikh-Bibel, ist einmalig in zweierlei Hinsicht:

a)Es ist das einzige Buch, dass von Religionsstiftern zu deren Lebzeiten verfaßt wurde.

b)Es ist ein sehr universales Buch, weil es die Schriften nicht nur von Sikh-Gurus sondern auch von Theologen anderer Regionen enthält, wie z.B. von Hindus, von Muslims, von Sufis und sogar von Gelehrten, die damals als Angehörige der untersten Kasten oder als Unberührbare verachtet wurden.

In und um Berlin gibt es z.Zt. etwa 200 Angehörige des Sikh-Glaubens. Die Sikh-Gemeinde Berlin existiert schon seit 25 Jahren. Für unsere sonntäglichen Gottesdienste und Gemeindetreffen hatten wir bisher verschiedene Räume angemietet. Mehrmals mussten wir umziehen, weil entweder durch wachsende Mitgliederzahl die Räume nicht mehr ausreichten oder der Vermieter uns nicht mehr wollte. Als Folge entschieden wir uns, geeignete Räume zu erwerben. Nach langjähriger Suche haben wir endlich ein passendes Gebäude, Kögelstr. 6, 13403 Berlin Reinickendorf (Nähe U-Bahn Kurt-Schumacher-Platz) gefunden und gekauft.


Weiterführende Links zu Veranstaltungen in Berlin:
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